Reihenhäuser sind attraktiv für Investoren

Immobilienexperte Maik Rissel erklärt seine Anlagephilosophie

Als Anlageobjekt behandelt die Wohnungswirtschaft das Reihenhaus bislang eher stiefmütterlich. Zu Unrecht, findet Maik Rissel, zuständig für Immobilien bei der Family-Office-Bank Marcard, Stein & Co. Seine Investmentphilosophie: Reihenhäuser kaufen und vermieten. Als „horizontale Zinshäuser“ böten Reihenhäuser interessante Anlagemöglichkeiten. 

In einem Interview für den Newsletter von Immobilienmakler und IVD-Präsident Jürgen Michael Schick verrät Rissel, was die in Reihe gebauten Einfamilienhäuser aus seiner Sicht so interessant macht. Erstens: In Zeiten des innerstädtischen Wohnungsmangels seien Reihenhäuser am Stadtrand gefragt. Die Bandbreite der Mieter sei vom jungen Akademikerpaar über Familien bis hin zum Seniorenpaar groß. „Aus Sicht des Nutzers handelt es sich um ein attraktives Mietprodukt. Er weiß es zu schätzen, wenn er einen eigenen Hauseingang hat und ein Stück Garten, in dem er sich frei bewegen kann“, so Rissel.

Zweitens: Für Investoren seien Reihenhäuser reizvoll, weil die Vermietung oft nicht teurer als eine Drei- oder Vier-Zimmer-Neubauwohnung mitten in der Stadt sei. „In der Regel kostet es das Gleiche, da die Grundstückskosten am Stadtrand in der Regel niedriger sind“, erklärt Rissel. „Mieter eines Reihenhauses sind zudem gerne bereit, auch etwas mehr Geld für die gewonnene Freiheit auszugeben.“

Drittens: Ein enormer Vorteil von Reihenhäusern aus Investorensicht sei die Flexibilität. Besitze ein Investor mehrere Reihenhäuser und wolle sich von einem Anteil trennen, könne er beispielsweise ein einzelnes Haus nach zehn Jahren verkaufen und sein Geld woanders investieren. „Außerdem erhält er eine angemessene Rendite. Im Geschosswohnungsbau ist es dagegen viel komplizierter, etwa, wenn eine Eigentümergemeinschaft alle Belange des Verkaufs regelt. Da ist man dann oft nicht mehr sein eigener Herr“, so Rissel.

Hier geht es zu dem kompletten Interview mit Maik Rissel.

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