NRW-Bauministerin besucht PARK LINNÉ

DORNIEDEN empfängt Ina Scharrenbach

Anlässlich des Besuches mittelständischer Wohnungsbauprojekte von BFW-Unternehmen in Köln informierte sich Ina Scharrenbach (3.v.l.), NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, über mittelständische Wohnungsprojekte und die Rahmenbedingungen für bezahlbares Bauen und Wohnen in der Praxis. Bei der Begehung im PARK LINNÉ Köln skizzierten Martin Dornieden und Stefan Imhäuser die stetige Steigerung der Baukosten durch immer mehr Auflagen seitens des Gesetzgebers.

Ministerin Scharrenbach stellte klar, dass das Moratorium und die damit verbundene Überarbeitung der Landesbauordnung genutzt werde, um die bisherigen Regelungen auf den Prüfstand zu stellen. Bezahlbares Wohnen setze bezahlbares Bauen voraus. Vor diesem Hintergrund werde es daher vorerst keine generelle Verpflichtung zum Bau rollstuhlgerechter Wohnungen geben. „Wir sind davon überzeugt, dass diese Entscheidung richtig ist und alternative Wege gefunden werden müssen, mit denen der Wohnungsneubau insgesamt bezahlbar bleibt und gleichzeitig den Erwartungen und Bedürfnissen der Zielgruppe besser gerecht wird als bisher“, begrüßte Martin Dornieden, Vorsitzender des BFW Nordrhein-Westfalen diese Ankündigung. Abgesehen von enormen Kostensteigerungen für den Wohnungsneubau und fehlenden Bedarfszahlen, zeige die Praxis zudem, dass Rollstuhlfahrer sich überwiegend für eine barrierefreie Wohnung entscheiden, da diese im Gegensatz zur rollstuhlgerechten Wohnung mehr Fläche im reinen Wohnbereich ausweise und kostengünstiger sei.

Beim weiteren Austausch machten die BFW-Unternehmer nochmal deutlich, dass die Ausweisung von Bauland, die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren in den Kommunen und der Anschluss von Standorten an den ÖPNV entscheiden seien, um ausreichenden Wohnungsneubau zu schaffen.

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Der BFW NRW vertritt die Interessen von 200 Mitgliedern und ist als Unternehmerverband der Ansprechpartner für wohnungs-wirtschaftliche und wohnungspolitische Fragestellungen.

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