Die Sidolfabrik im Wandel der Zeit

Tag des Denkmals im PARK LINNÉ

Die ehemalige Sidol-Fabrik im Wandel der Zeit: Beim Tag des Denkmals konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger den denkmalgeschützten Bereich des PARK LINNÉ in Augenschein nehmen. Wo einst das Metallpflegemittel Sidolin produziert wurde, arbeiten heute auf insgesamt 4.565 Quadratmetern Bürofläche unterschiedliche Dienstleister in kreativer Loft-Atmosphäre. Der Bauhausstil der ehemaligen Sidol-Fabrik blieb in den SIDOL-LOFTS erhalten. Die Räume sind offen und hell mit klarer Kante. „Ich bin sehr beeindruckt, wie die Fabrik heute genutzt wird“, erklärt Hildegard Verfondern, die am Tag des Denkmals die SIDOL-LOFTS in Augenschein nehmen durfte. Besonders beeindruckt war die Besucherin von der noch nicht bezogenen Büroeinheit im Untergeschoss. Mit rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche und einen eigenen Eingang und einer zwei Glasdächern in der zentralen Mitte ist diese Gewerbeeinheit ein Hingucker.

In drei Führungen informierten die DORNIEDEN-Projektleiter Ann-Cathrine Deblon und Richard Zangs sowie die an der denkmalgerechten Sanierung beteiligten Astrid Thormählen und Edgar Krings von pbs architekten über das denkmalgeschützte Gebäude. Darüber hinaus beteiligte sich der Architekt Axel Steudel am Tag des Denkmals. Er hat sein Architekturbüro im Obergeschoss des Torgebäudes, das ebenfalls denkmalgeschützt ist, und öffnete bereitwillig seine Türen.

Die von Otto Müller-Jena in den 1920er Jahren entworfene und realisierte Sidol-Fabrik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Valentin Pollack auf der Grundlage der vorhandenen Bausubstanz rekonstruiert. Für die darüberhinausgehenden Aufbauten und Neubauten entwickelte er - korrespondierend zum Programm der Architektur Müller-Jenas - eine eigenständige und zeittypische Architektursprache. Seit 2005 ist das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Die Denkmalbehörde spricht von „einem außergewöhnlichen Beispiel der klassischen Moderne und eines der wenigen Beispiele der internationalen Architektur der Bauhauszeit im Rheinland“.

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